Der Blick in den Spiegel

Vor ein paar Monaten habe ich hier im Blog darüber gesprochen, wie Sie sich von Kunden, Kollegen und Bekannten ein Fremdbild einholen können und warum Sie das tun sollten.

Im heutigen Artikel will ich noch einmal einen Schritt weiter zurück gehen und eine noch grundlegendere Frage stellen:

Wie ist eigentlich Ihr Selbstbild?

Tipps für ein ehrliches Selbstbild

Zu sich selbst ehrlich zu sein ist immer besonders schwer. Sehr leicht fällt man in die Falle und betrachtet nicht wie man ist, sondern wie man gerne wäre. Meistens ist das aber überhaupt nicht schlimm. Es geht jedem so und kann sogar ziemlich interessante Aufschlüsse über Sie geben, wenn Sie das Selbstbild danach mit dem Fremdbild vergleichen.

Aber um ein möglichst ehrliches und umfassendes Selbstbild zu erhalten, habe ich hier ein paar Tipps für Sie zusammengefasst:

Führen Sie eine erweiterte SWOT-Analyse durch. Neben Ihren Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken betrachten Sie darin auch Ihre aktuelle Positionierung, Ihr Umfeld sowie Ihre Leidenschaften, Hobbys und Talente.

Machen Sie es sich gemütlich und lassen Sie sich Zeit dafür, sich selbst zu analysieren. Gerade bei den Schwächen und Risiken dauert es manchmal lange, den Dingen auf den Grund zu gehen. Um gegen Schwächen vorgehen zu können, müssen Sie schließlich nicht nur wissen, worin Sie noch nicht gut sind, sondern auch warum.

Lassen Sie sich danach auch Zeit, um das fertige Selbstbild in Ruhe zu betrachten. Reflektieren Sie noch einmal alles, was Sie notiert haben und versuchen Sie, alles aufzunehmen und zu verarbeiten. Auch wenn es an manchen Stellen weh tut.

Und vergessen Sie nicht das Wichtigste: Ziehen Sie Konsequenzen daraus. Lassen Sie das Selbstbild nicht in einer Schublade verschwinden, sondern überlegen Sie sich, was es für Sie, Ihr Leben und Ihre Arbeit bedeutet. Notieren Sie am besten gleich die ersten Schritte, die Sie durchführen wollen.

Die Gegenüberstellung

Wenn Sie ein möglichst ehrliches Selbstbild erstellt und (ganz wichtig) schriftlich festgehalten haben, können Sie sich an den Vergleich zum Fremdbild machen. Das ist ziemlich aufschlussreich, denn genau in den Differenzen können Sie erkennen, wo Sie noch nicht so weit sind wie Sie dachten. Dieses Wissen können Sie nutzen, um sich gezielt fortzubilden.

Und jetzt legen Sie los! Was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel blicken?

About Torsten J. Koerting

Torsten J. Koerting ist Projektmanager, Hochschuldozent, Autor und Redner. Er bringt Projekte in Schieflage zurück auf Erfolgskurs und begleitet Unternehmen in ihren Strategie-Entwicklungsprozessen. Seine Leidenschaft ist es, Menschen zu helfen, ihre Berufung und persönliche Positionierung als eigene Marke zu finden und nachhaltig umzusetzen. Er unterstützt sie dabei, die für sie relevanten Ziele und Ergebnisse zu erreichen und sowohl beruflich wie auch privat auf die nächste Ebene zu gelangen.

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