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Wie klingt Ihre Marke?

Wenn ich Vorträge halte oder Texte schreibe, achte ich darauf, eine dynamische Sprache zu benutzen. Denn ich will Energie vermitteln. Anregen.

Dieser Stil passt zu mir und meiner Marke.

So zu sprechen fühlt sich für mich natürlich an und ich musste es nicht groß üben. Trotzdem denke ich immer wieder darüber nach, wie ich es noch besser und passender machen kann. Zum Beispiel jetzt gerade, wo ich mit den Aufnahmen für mein Hörbuch beschäftigt bin.

Jede gute und durchdachte Marke hat eine geplante Tonalität: Einen besonderen Stil, der jede Art von Sprache betrifft.

Tonalität ist nicht nur Verpackung

Viele denken, bei der Tonalität gehe es nur um guten Stil und darum, Emotionen zu vermitteln oder Inhalte unterhaltsam darzustellen. Das ist alles wahr, aber die Tonalität macht noch viel mehr.

Mit der Tonalität teilen Sie dem Publikum oder den Lesern viel über Ihre Marke mit. Sind Ihre Texte lustig und Ihre Reden immer sehr pointiert? Dann überträgt sich dieser Eindruck auf Ihre Marke. Wenn Sie eher trocken schreiben, werden Sie dagegen als seriös oder sogar als langweilig wahrgenommen.

Auch auf Ihre Zielgruppe wirkt sich die Tonalität aus. Benutzen Sie Fachausdrücke, die eine bestimmte Berufsgruppe ansprechen? Oder vielleicht Ausdrücke aus der Jugendsprache oder aus einem bestimmten Dialekt? Sie können durch einen geschickten Einsatz von Tonalität bestimmte Gruppen noch gezielter ansprechen – und andere ausschließen.

Tonalität ist kein Fake

Ich empfehle Ihnen, die Tonalität Ihrer Marke zu planen und die wichtigsten Eckpunkte zu konzeptionieren. Besonders hilfreich ist das, wenn Sie nicht alleine, sondern mit einem Team arbeiten.

Aber Sie ahnen wahrscheinlich schon, was jetzt kommt: Ich rate Ihnen auch, sich selbst treu zu bleiben. Seien Sie echt. Versuchen Sie nicht, eine neue Tonalität zu erfinden. Machen Sie sich nicht unglaubwürdig.

Überlegen Sie, wie Ihre Marke gerade klingt und was natürlich für Sie ist. Danach können Sie kleine Dinge ändern, weglassen oder hinzufügen.

Dann mach es doch selbst!

Ich habe hier im Blog vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass es sich für Selbstständige oft lohnt, Aufgaben outzusourcen und nicht alles selbst zu machen. Heute bin ich mal so frei und widerspreche mir selbst. Denn manchmal sollte man die Dinge auch einfach selber machen.

Selbstständig mit Stil

Am vergangenen Wochenende war ich mit Mikko Manilla wandern. Und ich war mal wieder beeindruckt davon, wie authentisch der Mann hinter den beliebten Stattys ist. Da gibt es kein lautes und aufdringliches Marketing, keine eingeübten Pitches und Werbephrasen. Man merkt: Was er sagt, das meint er auch so. Da ist es auch egal, wenn nicht jedes Video eine Hochglanzproduktion ist. Sein unauffälliges Marketing funktioniert. Alles passt zu ihm und seinem besonderen Stil. Wenn Sie Aufgaben wie Werbung, Vertrieb, Texte oder Videos von anderen Anbietern erledigen lassen, geht dabei etwas von Ihrem persönlichen Stil verloren. Und damit auch ein wenig der besonderen Wirkung, die von Ihnen als Persönlichkeit ausgeht.

Wieder mal was Neues gelernt

Wer die Dinge selbst erledigt, hat zunächst meistens keine Ahnung davon. Wenn man sich in der Freizeit nicht sowieso schon mit Grafikdesign beschäftigt hat, weiß man nicht, wie man eine Website gestalten soll. Wenn man nie etwas schreibt, ist ein Artikel eine echte Herausforderung. Will man etwas selbst machen, muss man die entsprechende Fähigkeit lernen und üben – und hat damit die Liste der eigenen Kompetenzen erweitert. Und über neue Skills freuen wir uns doch immer.

Die Mischung macht’s

Auch wenn ich hier dagegen argumentiert habe, was ich im Artikel zum Outsourcing geschrieben habe, gilt weiterhin: Alles selbst zu machen, ist beinahe unmöglich.
Sie müssen für sich die richtige Balance finden: Was möchten Sie selbst machen? Was ist wichtig für Ihren Stil? Wo lassen Sie besser Experten ran?

Auch hier gilt mal wieder: Ausprobieren, analysieren und dann anpassen.

Ändern Sie Ihre Gewohnheiten und machen Sie mehr aus Ihrer Zeit

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass die Tage einfach zu kurz sind, um alles zu erledigen, was Sie vorhaben? Die Zeit zwischen Aufstehen und Schlafengehen vergeht wie im Flug und am Ende des Tages denken Sie: „Was habe ich heute eigentlich geschafft?“

Da kann es helfen, mal ganz genau darauf zu achten, wie Ihr Tagesablauf aussieht. Dann merken Sie vielleicht: Einen nicht zu verachtenden Teil Ihrer Zeit verbringen Sie mit Gewohnheiten, die dem Tag keinen Mehrwert geben.

Was machen Sie zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen? Wie und wie lange machen Sie bei der Arbeit Pausen? Welche Gewohnheiten beim Arbeiten schränken Ihre Produktivität ein?

Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich von anderen dadurch, dass Sie aktiv die Kontrolle über Ihre Gewohnheiten übernehmen: Sie planen Ihre Tagesabläufe und gewöhnen sich gezielt Tätigkeiten ab, die Sie in Ihrem Erfolg bremsen.

Auch kleine Gewohnheiten machen viel aus

Viele tappen in eine gemeine Falle: Schlechte Angewohnheiten nehmen oft nicht viel Zeit ein. Was ist schon eine halbe Stunde vor dem Fernseher? Daran liegt es doch bestimmt nicht, dass Ziele nicht erreicht werden.

Aber jetzt rechnen wir die halbe Stunde am Tag mal auf einen Monat oder ein Jahr hoch. Im Jahr sind es 178 Stunden. Und jetzt überlegen Sie mal, was Sie in 178 zusätzlichen Stunden alles hätten schaffen können. In der Zeit können Sie problemlos eine Sprache lernen, einen Blog mit wöchentlichen Artikeln führen oder ein neues Produkt entwickeln.

Auch in meinem Artikel über den Compound-Effekt habe ich schon über den großen Effekt von Gewohnheiten gesprochen.

Es ist übrigens gar nicht so schwer, die Gewohnheiten umzustellen. Es sind nur drei Schritte:

  1. Finden Sie schlechte Angewohnheiten in Ihrem Alltag.

  2. Überlegen Sie sich, was Sie stattdessen machen wollen.

  3. Setzen Sie sich ein Ziel, das Sie mit der neuen Gewohnheit erreichen wollen.

Danach müssen sie sich nur noch diszipliniert daran halten. In den ersten Tagen wird Ihr innerer Schweinehund Sie quälen, aber sobald sich der Erfolg der neuen Gewohnheiten zeigt, werden Sie auch die Motivation haben, um weiter zu machen.

Was würde Steve Jobs tun?

Man kommt leider nicht daran vorbei: Ständig muss man Entscheidungen treffen. Wie teuer verkaufe ich das Produkt? Trage ich zum Gespräch mit dem großen Kunden eine Jeans? Stelle ich neue Mitarbeiter ein und versuche, das Unternehmen noch weiter zu skalieren?

Solche Entscheidungen sind nicht leicht und ich persönlich bin jedes Mal froh, wenn mir Freunde und Kollegen beratend zur Seite stehen. Oft reicht es ja sogar aus, einer anderen Person vom aktuellen Problem zu erzählen – und während man erzählt spürt man schon, welche Lösung am besten passt.

Natürlich stecken in meinem Methodenkoffer, wie es sich für einen Projekt-Manager und Coach gehört, viele Tricks, mit denen man zur Entscheidungsfindung beitragen kann. Hier stelle ich eine meiner Lieblingsmethoden vor.

Fragen Sie doch Ihr Idol

Haben Sie ein oder mehrere Vorbilder? Oder zumindest Personen zu denen Sie aufsehen und deren Werken und Wirken Sie aufmerksam verfolgen? Verehren Sie Richard Branson, Steve Jobs oder Bill Gates?

Wenn ich mit einer Entscheidung nicht weiter weiß oder wenn ich neue Ideen brauche, versuche ich mich in eine dieser oder anderer Persönlichkeiten zu versetzen und frage mich: Was würde sie tun?

Ich nehme so gut wie möglich die Perspektive dieser Personen oder Marken ein, adaptiere ihre Denkweise, ihr Wertesystem und ihre Philosophie und versuche, sie für mich anzuwenden.

Damit das funktioniert, muss ich genug über diese Idole wissen. Ohne eine einzige Biografie gelesen zu haben, geht es nicht. Außerdem hilft es, ihre Tätigkeiten und Entscheidungen in den Medien zu verfolgen. Aber bei den eigenen Vorbildern machen Sie das ja bestimmt sowieso.

Wenn Sie es schaffen, die fremde Perspektive einzunehmen, fällt es Ihnen hoffentlich leichter eine Entscheidung zu finden. Da Sie damit aus Ihren üblichen Denkmustern ausbrechen, kommen Sie vielleicht sogar auf ganz andere Lösungen und neue kreative Ideen.

Natürlich hat diese Methode keine Erfolgsgarantie. Aber wenn sie nicht hilft, können Sie immer noch versuchen, Ihr Idol in einer persönlichen Mail einfach selbst zu fragen.

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Content, Content, Content

Sie verkaufen ein gutes Produkt oder bieten einen guten Service? Sie sind sich sicher, die Zielgruppe wartet nur auf Sie? Sie wollen jetzt richtig durchstarten?

Dann heißt es jetzt: Content produzieren. Denn es ist fast egal, wie Sie Marketing betreiben wollen, für beinahe jede der modernen Methoden brauchen Sie Content. Das gilt im Internet mit Blog, YouTube, Social Media oder eBook genauso wie offline, wo Sie Vorträge halten oder Workshops anbieten.

Meine drei Tipps helfen Ihnen dabei, diese Inhalte zu erstellen.

Tipp 1: Recyceln Sie alles

Content zu produzieren, ist ein großer Aufwand. Aber das Gute ist: Wenn die Inhalte einmal produziert sind, können Sie sie immer wieder nutzen. Sie führen einen Blog und haben schon 50 Artikel zusammen? Dann haben Sie auch genug Material, um daraus ein Buch zu machen. Oder einen YouTube-Kanal. Oder Sie halten Vorträge auf Basis der Artikel.

Ihnen kommt es vielleicht seltsam oder langweilig vor, wenn Sie immer das Gleiche behandeln. Aber der Großteil Ihres Publikums hört oder liest die Inhalte trotzdem nur einmal. Und Sie können ja jedes Mal eine kleine Neuheit einführen, damit Ihnen nicht langweilig wird.

Tipp 2: Veranstalten Sie Content-Tage

Für mich hat es sich immer wieder bewiesen: Am effektivsten produziere ich Inhalte, wenn ich mich für ein paar Tage nur darauf konzentriere. Durch den Fokus über einen oder mehrere Tage hinweg bleiben Sie am Thema dran und müssen nicht ständig die Fäden neu aufnehmen.

Probieren Sie es einmal aus. Sie werden staunen, wie viel Inhalt an einem Tag entsteht, wenn man nichts anderes tut.

Tipp 3: Werden Sie spezifisch

Inhalt ist vor allem dann wertvoll, wenn das Thema sonst nirgends behandelt wird. Das ist eine Herausforderung, denn im Internet findet man zu fast allem schon irgendetwas. Um trotzdem etwas Einzigartiges zu machen, müssen Sie eine kleine Nische finden.

Grenzen Sie Ihr Thema so weit ein, wie Sie können. So lange, bis Sie der einzige Experte dafür sind.

 

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Fremdbild

Mit anderen Augen sehen

Vor meinen Workshops zur Personal Brand Mastery bekommen alle meine Teilnehmer Hausaufgaben: Sie sollen mit verschiedenen Tests untersuchen, wie es im Moment um ihre Marke steht. In einer dieser Aufgaben sollen sie ein Selbstbild und ein Fremdbild erstellen und diese vergleichen. Dabei kommen wirklich spannende Dinge heraus. Ein Teilnehmer fiel aus allen Wolken, als er merkte, dass praktisch alle Kunden ihn für einen guten Redner hielten – er selbst das aber für eine seiner größten Schwächen hielt.

Natürlich findet man aber nicht nur positive Abweichungen. Das Fremdbild zeigt einem auch gnadenlos die Bereiche, in denen man sich selbst überschätzt. Auf jeden Fall gewinnt man dabei viele Erkenntnisse, aus denen man Maßnahmen für die Zukunft ableiten kann. Deshalb empfehle ich jedem Selbstständigen, ein Fremdbild einzuholen.

Tipps für ein ehrliches Fremdbild

Ein ehrliches Fremdbild einzuholen, ist nicht immer einfach. Viele schrecken zunächst davor zurück, ihre ehrliche Meinung zu sagen. Besonders Menschen, die Ihnen sehr nahe stehen müssen Sie überzeugen, dass Ihnen nur eine ehrliche Meinung weiterhilft.

Hier habe ich noch ein paar nützliche Tipps für Sie:

  • Holen Sie sich viele Meinungen. Ich empfehle, fünf bis zehn Personen zu befragen.
  • Fragen Sie Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Ihres Lebens. Kunden, Geschäftspartner, Freunde, Mentoren. Sie alle haben einen etwas unterschiedlichen Blick auf Sie.
  • Geben Sie ein paar Fragen vor. Erkunden Sie sich direkt nach Ihren Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Oder auch nach konkretem Input, zum Beispiel nach der Meinung zu Ihrer Website.
  • Nehmen Sie das Feedback ernst und setzen Sie sich damit auseinander! Die Antworten nützen nichts, wenn sie in einem vergessenen Stapel auf Ihrem Schreibtisch landen.

 

Alle Termine im Blick

Was benutzen Sie, um Ihre Termine zu notieren? Wahrscheinlich greifen Sie, wie die Meisten, auf elektronische Kalender zurück. Oder auf einen ausführlichen Taschenkalender. Beides sind super Lösungen: Man hat immer alle Termine dabei und kann schnell nachschlagen, ob am Montagmorgen noch Zeit für ein Telefonat mit dem Kunden ist und ob man Ende Mai noch ein freies Wochenende für einen spannenden Workshop hat.

Aber so geschickt die Kalender dafür sind, eines sind sie nicht: Übersichtlich. Und das ist manchmal richtig ungeschickt. Wenn ich mir überlege, ob ich am 29. Oktober am Marathon in Frankfurt teilnehme, muss ich nicht nur wissen, ob ich an dem Tag selbst Zeit habe. Ich muss auch wissen, ob ich die Wochen oder sogar Monate davor genug Raum fürs Training habe.

Wenn ich Freizeitaktivitäten, Fortbildungen oder Arbeitsprojekte plane, geht es mir ähnlich. Meine Zeit ist begrenzt, deshalb will ich den ganzen Kontext sehen, in den ein Termin eingebettet ist.

Die  übersichtliche Lösung

Deshalb benutze ich – neben dem elektronischen Kalender – einen ganz einfachen DIN A4 Kalender. So einen, wie man ihn von Putzkalendern kennt. Zwölf Spalten für die Monate und jeder Tage nur ein kleines Feld.

Natürlich trage ich da keine Telefontermine ein. Ich markiere darin vor allem ganz- oder mehrtägige Termine: Workshops, Urlaub, Familienzeit, Projekte, Besuch. Für verschiedene Kategorien nutze ich unterschiedliche Farben.

Das ist super, um den Überblick zu behalten. Das zusammengefaltete Dokument trage ich im Geldbeutel einfach immer mit mir herum. Wenn ich mir dann einen neuen Termin überlege, genügt ein Blick und ich weiß, ob es passt.

Außerdem erkenne ich auch gleich, wie gefüllt mein Jahr ist, wo es noch Kapazitäten gibt und wie meine Prioritäten verteilt sind.

 

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Wie geht Erfolg? Oder: Warum Sie unbedingt herausfinden sollten, welchen Wert Sie für andere haben

Als ich die Einladung zur diesjährigen Blogparade des BA Camp erhalten habe zur Fragestellung „Was trägt eurer Meinung dazu bei, dass Ideen und Konzepte erfolgreich realisiert werden?“, wusste ich sofort, welchen Impuls ich Ihnen hierzu geben möchte. Zum Thema Erfolg im Beruf gibt es in meinem Fall einen Ursprung für meine Einstellung und meine Vorgehensweisen.

Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er stellt sich nur dann ein, wenn Sie ihm einen passenden Nährboden bereiten. Und dieser Nährboden besteht aus 4 + 1 Faktoren – sie bilden ein Muster, eine Anleitung für Erfolg. Ich habe dieses Muster beim Paragliding in Namibia kennengelernt. Hier habe ich beschrieben, warum es nicht nur für sportliche Aktivitäten gilt, sondern auch für jeden professionellen Kontext.

Vor 20 Jahren begann für mich das, was sich zu einer der größten Leidenschaften meines Lebens entwickeln sollte: Ein paar Freunde nahmen mich zu einem Paragliding-Kurs mit – und ich fing sofort Feuer. Am Ende des Kurses – in dem wir lernten, ungefähr 400 Meter hohe Berge hinunter zu fliegen und im Tal sicher zu landen – bekam ich meine Fluglizenz. Trotzdem war ich alles andere als ein guter Paraglider. Ich landete in Bäumen und in Zäunen und machte mir nicht nur beim Start in die Hosen, sondern auch während des Fluges und erst recht während der Landung. Trotzdem: In der Luft zu sein, die Welt von oben zu betrachten, nur den Gleitschirm und den Himmel über mir, war einfach das Größte!

Zahllose Starts und Landungen

Kurz danach geriet das Fliegen in den Hintergrund: Ich bekam ein Jobangebot in New York und nahm es an. Zwei Jahre später jedoch, nach meiner Rückkehr, wollte ich wieder fliegen. Mit einem Wochenend-Kurs zur Auffrischung meiner Erfahrungen sollte das doch wohl möglich sein! Von wegen! Bei diesem Kurs traf ich den früheren Weltmeister im Paragliding, André Bucher, und er überzeugte mich davon, dass es wohl etwas mehr als nur ein Wochenende bräuchte, bis aus mir ein respektabler und sicherer Paraglider werden würde.

Er erzählte mir von einem Fluggebiet, in dem die besten Trainingsbedingungen herrschen: Perfekter Wind von 10 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags, jede Menge Sand für weiche Landungen und außerdem eine sehr gute Infrastruktur, unberührte Natur und ideales Wetter. Mit einem Wort: Namibia.

In den darauffolgenden drei Jahren verbrachte ich mehr als zwölf Wochen in diesem fantastischen Land und lernte das Paragliding – aber nun richtig! Um diesen Sport wirklich zu beherrschen und stressfrei zu fliegen, muss man vor allem beim Start und bei der Landung sicher sein. Also übte ich. Pro Woche mehr als 1.000 Starts und Landungen. Seither gehe ich alle zwei bis drei Jahre für ein bis zwei Wochen nach Namibia, um meine Technik aufzufrischen, Neues zu lernen und meine Sinne und Wahrnehmung wieder neu auszurichten.

Angst ging, Dankbarkeit kam

Schon nach den ersten Wochen mit meinem neuen Trainer André Bucher wurde das Paragliding Teil meines Körpers und meines Nervensystems. Alles, was ich während des Starts, des Fluges und der Landung tun musste, tat ich irgendwann intuitiv. Ich hatte keine Angst mehr. Mit rauen Flug- und Wetterbedingungen, wie sie zum Beispiel in den Alpen herrschen, konnte ich gut umgehen. Ich liebte jede einzelne Sekunde, die Angst war weg.

Meine Begeisterung fürs Fliegen motivierte mich dazu, die nach wie vor größte und umfangreichste Online-Präsenz für Paraglider einzurichten (www.paragliding365.com). Ich machte meine Motor-Paragliding-Lizenz und die Tandem-Lizenz, damit ich auch andere Menschen mitnehmen und ihnen dieses wunderbare Erlebnis bieten konnte. Ich war in unzähligen Fluggebieten dieser Erde unterwegs.

Ich bin sehr dankbar, dass ich zu den wenigen Menschen gehören darf, die jemals die höchsten Dünen von Namibia und damit der Welt geflogen sind – eine Erfahrung, die sich weder mit Worten noch mit Bildern beschreiben lässt. 200 Meter über einer 400 Meter hohen Düne zu schweben oder steil aus einem weiten Tal aufzusteigen, während die Sonne aufgeht, die Landschaft in ein magisches Licht hüllt und ein Meer aus roten Dünen auf mich zurollt – unfassbar. Heute ist es für mich das Schönste, mit meinem Paraglider-Rucksack einen Berg hinaufzuwandern, oben zu übernachten und am nächsten Morgen, bei Sonnenaufgang, hinunter zu fliegen und dann mit meiner Familie zu frühstücken.

Die 4 + 1 Faktoren des Erfolgs

Mit meiner Paraglider-„Karriere“ folgte ich intuitiv 4 + 1 Faktoren, einem Muster, das heute für mich die Anleitung für Erfolg schlechthin ist. So sieht es aus:

1. Verlassen Sie Ihre Komfortzone und die alten, ausgetretenen Pfade. Gehen Sie neue Wege.
Nachdem ich meinen ersten Paragliding-Kurs absolviert hatte, war ich ein lausiger Paraglider. Zum Glück fand ich damals meinen exzellenten Trainer, der mich ausbildete. Ein guter Lehrer war er vor allem deshalb, weil er es schaffte, mich permanent aus meiner Komfortzone herauszuholen und in meine Stretchzone zu bringen. Das ist der Bereich, in dem man über seine Grenzen hinauswächst und sich weiterentwickelt – ohne in die oft so verhängnisvolle Stresszone zu geraten, in der Weiterentwicklung und Lernen blockiert sind. Nicht nur das Lernen bei meinem Lehrer fand jenseits meiner Komfortzone statt. Auch Namibia selbst war eine große Herausforderung für mich – eine ganz neue Umgebung, eine andere Kultur, ein viel höherer Reiseaufwand, der Alltag von ganz anderen Widrigkeiten und Unsicherheiten geprägt. Das alles flößte mir großen Respekt ein. Es war ein komplett neuer Weg für mich, den ich eingeschlagen hatte.

2. Bauen Sie Ihren Erfolg auf vielen kleinen Erfolgen auf.
Dass ich es schaffte, zu einem erfolgreichen und sicheren Paraglider zu werden, geschah nicht an einem Tag. Dieser eine große Erfolg setzte sich aus vielen kleinen Erfolgen zusammen. Viele kleine Schritte, die zu einem großen Schritt werden. Ich war sehr, sehr oft in Namibia, insgesamt mehrere Monate, und jeden Tag habe ich trainiert. Ich flog Tausende, wenn nicht Zehntausende Starts und Landungen. Normalerweise macht ein Paraglider in einer Trainingswoche 30 bis 40 Flüge. Ich habe in meinen Trainings in Namibia Hunderte Starts und Landungen jeden Tag gemacht. Erfolg besteht darin, dass man Dinge wiederholt. Hundertmal, tausendmal, zehntausendmal. Und jede erfolgreiche Wiederholung zahlt auf den einen großen Erfolg ein.

3. Agieren Sie in Ihrem Kern – dort, wo Leidenschaft, Substanz, Erfahrung und Ihre Mission eine Schnittmenge bilden.
Immer wieder nach Namibia zu fahren, viel Zeit und Geld in ein privates Hobby zu investieren, um sich von einem der besten Trainer der Welt ausbilden zu lassen und kontinuierlich zu wachsen – das ging nur, weil ich für diesen Sport brannte. Und nicht nur das: Ich brannte für die Natur, für Namibia, dafür, jeden Tag neue Dinge zu erfahren und zu lernen. Sprich: Ich brachte Leidenschaft mit. Und baute, dadurch dass ich diese
Leidenschaft lebte, Substanz und Erfahrung auf. Außerdem hatte ich eine Mission: Ich wollte ein sicherer und souveräner Paraglider werden. Nie wieder wollte ich die Ängste und die Unsicherheit verspüren, die mich am Beginn meiner Paraglider-Karriere bei jedem Start und jeder Landung ausgefüllt hatten. Mehr noch: Ich wollte einer der Besten in dieser speziellen Disziplin des Groundhandlings werden, also des Fliegens nahe am Grund. Ich wollte lernen, wie ich später in den Alpen von jedem beliebigen Startplatz aus – der vielleicht gar kein richtiger Startplatz, sondern nur ein Geröllfeld war – sicher starten kann. Auf irgendeinen beliebigen Berg steigen und zurückfliegen ins Tal: Das war mein Traum. Diese Mission trieb mich an. Dafür gab ich alles. Irgendwann agierte ich dann in meinem Kern – meine Leidenschaft fürs Fliegen kam mit meiner Substanz, meiner Erfahrung und meiner Mission zusammen. Sobald dies geschieht, ist der Erfolg programmiert.

4. Erzeugen Sie zwei Millimeter Unterschied
Es gibt Menschen, die unter einem mangelnden Selbstwertgefühl leiden, weil sie zum Beispiel ihre Nase als zu groß empfinden. Dann gehen sie zum Schönheitschirurgen, lassen die Nase um zwei Millimeter verkleinern und eine erstaunliche Veränderung tritt ein. Diese Veränderung beruht jedoch nicht darauf, dass die Nase um zwei Millimeter kleiner geworden ist; kaum jemand wird dies bemerken. Die Veränderung beruht vielmehr auf einer anderen inneren Haltung, die der operierte Mensch einnimmt. Er spricht anders über sich selbst, nimmt eine neue, aufrechte Haltung ein und richtet seinen Fokus nicht mehr auf seine vermeintlich hässliche Physiognomie, sondern schaut sich jeden Morgen seine neue schöne Nase im Spiegel an und freut sich. Das Resultat: Er strahlt Selbstbewusstsein aus. Ganz ähnlich habe ich dies auch beim Paragliden erlebt. Ich wurde mir darüber klar, was meine Leidenschaft ist, wo ich Substanz und Erfahrung biete und hatte außerdem eine Mission, eine Berufung, die mich antrieb – und strahlte dadurch ganz automatisch Klarheit, Sicherheit und Souveränität aus. Dies zog andere Menschen fast magisch an. Ich gründete die nach wie vor größte und umfangreichste Online-Präsenz für Paraglider (www.paragliding365.com), ich war auf Messen präsent, ich nahm andere Menschen zum Fliegen mit. Dies hätte ich ohne ein klares Bewusstsein darüber, für was ich in diesem Kontext stehe und was mich ausmacht, nicht geschafft. Genau das waren die zwei Millimeter Unterschied.

4+1 Machen Sie Ihren Erfolg zu einem Selbstläufer
Heute weiß ich: Diese vier Faktoren, die ich bislang aufgezählt habe, bilden ein Muster, eine Anleitung für Erfolg. Dies gilt nicht nur für private Hobbys und Leidenschaften, sondern ganz besonders auch für die berufliche Karriere: Verlassen Sie Ihre Komfortzone, gehen Sie in die Stretchzone, erobern Sie sich ganz bewusst neue Gebiete. Seien Sie sich bewusst, dass viele kleine Erfolge zu einem großen nachhaltigen Erfolg führen. Jede kleine Veränderung, jede kleine Iteration, jede kleine Wiederholung zahlt auf einen großen Erfolg ein – auch wenn es sich in dem jeweiligen Moment vielleicht nicht so anfühlt. Werden Sie sich bewusst darüber, wo Ihre Leidenschaften liegen, was Sie in der Substanz und in der Erfahrung ausmacht. Was Sie können und wissen, welche Talente  Sie haben, auf denen Sie aufbauen können, welchen Wertbeitrag Sie leisten. Und machen Sie sich auch bewusst, was Ihnen in einem bestimmten Bereich noch fehlt, damit Sie richtig gut sind. Suchen Sie sich Menschen, die mit Ihnen daran arbeiten, diese fehlenden Fähigkeiten noch auszubauen. Finden Sie Ihre Berufung, Ihre Mission – ergründen Sie, was Sie eigentlich antreibt, das zu tun, was Sie tun. Und dann machen Sie sich bewusst, wie sehr all diese Komponenten dazu beitragen, die zwei Millimeter Unterschied auszumachen.

Beobachten Sie und seien Sie stolz darauf, wie sich Ihre Ausstrahlung in Begegnung mit anderen Menschen, in Gesprächen, auf Messen, in Vorträgen verändert hat und immer noch verändert. Wie sicher, souverän und klar Sie geworden sind. Wie genau Sie wissen, was Sie können und welchen Beitrag Sie leisten. Andere werden diese Ausstrahlung wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren – indem sie Ihnen genau das zutrauen, wofür Sie stehen. Auftrag- oder Arbeitgeber werden Sie in diesen Bereichen engagieren, mit Aufgaben betrauen usw. Und so wird Ihr Erfolg zu einem sich selbst verstärkenden System.

Wenn Sie diese Erfolgsfaktoren oder dieses Muster für Erfolg verinnerlicht haben und sich genau bewusst gemacht haben, an welcher Stelle, in welcher beruflichen Aufgabe sich Ihre Leidenschaft, Ihre Substanz, Ihre Erfahrung und Ihre Mission begegnen – dann wird sich Ihnen eine ganz neue Welt eröffnen. Ich habe diese Erfolgsfaktoren nicht nur beim Paragliding angewandt, sondern bin ihnen seither auch in vielen beruflichen bzw. professionellen Kontexten gefolgt. Und da, wo ich es nicht getan habe, können Sie es an den Ergebnissen sehen … 😉

In diesem Sinne: Viel Erfolg für Sie!

Das Geheimnis eines erfolgreichen Lebens

Ich konfrontiere meine Coachees gerne mit einer Frage, die sich eigentlich ziemlich einfach
anhört: „Was waren bisher die größten Erfolge Ihres Lebens?“

Haben Sie eine Antwort auf diese Frage? Ich habe festgestellt, dass viele Menschen über die
Antwort lange nachdenken müssen. Sie zögern und reden sich heraus. Sie sagen Dinge wie:
„Ich habe noch nichts richtig Tolles gemacht.“

Zwei Stunden später steht der Coachee vor einem Whiteboard – vollgeschrieben mit lauter
kleinen und großen Dingen, die der Coachee in seinem Leben erreicht hat. Aus der Schulzeit,
aus dem Arbeitsleben, aus der Beziehung, aus Hobbys und privaten Projekten.

Der Coachee betrachtet mit offenem Mund das Whiteboard und man kann regelrecht dabei
zusehen, wie er ein paar Zentimeter wächst.

Machen Sie sich nicht so klein

In den Medien wird man ständig mit Erfolgsgeschichten konfrontiert. Wir staunen gerne
darüber, was andere für Leistungen vollbringen. Dabei vergessen wir aber gerne, was wir
selbst leisten.

Nicht jeder gewinnt Wimbledon oder gründet ein eigenes, millionenschweres Unternehmen.
Das muss man aber auch nicht. Erfolg kann viele Formen annehmen. Und Erfolg ist auch
nicht absolut. Was für die eine Person ein großer Erfolg ist, kann einer anderen völlig egal sein.
Wichtig ist, für sich selbst zu erkennen, was man als Erfolg verbucht.

Wer die eigenen Erfolge nicht sieht, kommt sich klein und unfähig vor. Damit hemmt man
sich selbst. Denn zurückliegende Erfolge motivieren zu zukünftigen Tätigkeiten.

Würdigen Sie Ihre Erfolge

Vielen Menschen fallen die eigenen Erfolge nicht ein, wenn sie danach gefragt werden. Dafür gibt
es unter anderem zwei Gründe:

  • Sie denken nie über ihre vergangenen Erfolge nach
  • Sie feiern nicht den Moment des Erfolges

Deshalb habe ich zwei Tipps für Sie:

  • Nehmen Sie sich Zeit, um über Ihre Erfolge nachzudenken.
    Viele erfolgreiche Menschen machen das jeden Tag, zum Beispiel als Teil ihrer Morgenroutine.
  • Würdigen Sie das Geschaffte im Moment des Erfolgs.
    Feiern Sie den Erfolg und verankern Sie so das Erlebnis als feste Erinnerung.

Sie werden sehen: auch Ihr Leben steckt voller kleiner und großer Erfolge – Sie wissen es nur
noch nicht.

 

Photo by: johnsheep from pixabay.com

Sie müssen nicht alles selbst machen

Machen Sie sich gerade selbstständig und fragen sich, wie Sie das eigentlich alles machen sollen? Produkte entwerfen und Kunden suchen ist ja schon anstrengend. Aber nebenbei wollen Sie auch noch eine Website erstellen, die sozialen Medien pflegen, bloggen, podcasten, netzwerken. Und dann arbeiten Sie ja auch noch Fulltime in Ihrem normalen Beruf.

Keine einfache Situation – aber jeder, der sich selbstständig macht, sieht sich damit konfrontiert.

Es gibt zwei Lösungen:

  1. Sie opfern jede freie Minute für Ihre Marke ich. Vergessen Sie Ihre Hobbys, vergessen Sie ausreichend Schlaf. Von der Arbeit geht es direkt wieder an den Schreibtisch. Da brauchen Sie viel Leidenschaft für das Thema, um langfristig motiviert zu sein.
  2. Sie lassen einfach andere für sich arbeiten.

Virtuelle Helfer erleichtern die Arbeit

Früher konnten es sich nur große Unternehmen leisten, Ihre Webseiten von Agenturen designen und füllen zu lassen, heute können Sie das auch. Und das gilt ebenso für viele andere Bereiche.

Ich habe mehrere Experten zur Hand, die sich für mich um verschiedene Aspekte der Marke kümmern: Grafiker, Texter, Web-Designer und natürlich allgemeine virtuelle Assistenz.

Natürlich kostet das ganze Geld. Aber ich kann für mich ganz klar sagen: Das ist gut investiert.

  • Ich habe mehr Freizeit und kann mich um meine Familie, Freunde und meine Hobbys kümmern.
  • Ich arbeite mit bewährten Zulieferern, deren Ergebnisse meist besser sind, als meine eigenen.
  • Arbeiten, die mir keinen Spaß machen, muss ich nicht selbst erledigen.
  • Ich kann mich auf die Aspekte meiner Marke konzentrieren, die mir richtig Spaß machen.

 

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