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Zitate statt Kalendersprüche

Kennen Sie diese Aufstellkalender mit einem Spruch und Aphorismus auf jeder Seite? Lauter Sätze wie „Genießen Sie den Tag“ oder „Jeder ist seines Glückes eigener Schmied“.

Bestimmt enthalten viele der Sprüche viel Weisheit und sie vermitteln einen positiven Blick aufs Leben. Aber ich kann mit ihnen nichts anfangen – zumindest nicht, wenn sie nur in diesem Kalender stehen.

Denn mit Zitaten und Sprüchen ist es wie mit fast allem, was man lernt. Sie wirken erst dann richtig, wenn sie in eine persönliche Geschichte eingebunden sind und Emotionen wecken.

Ein Zitat, das mich völlig kalt lässt, wenn ich es auf einem solchen Kalender lese, entfaltet eine ganz andere Wirkung, wenn ich es in einem besonderen Setting wahrnehme und es mit einer eigenen Erfahrung verbinde.

Zwei zentrale Zitate

Mich persönlich haben zwei Zitate besonders geprägt. Und bei beiden weiß ich noch genau, wann ich zum ersten Mal darauf gestoßen bin.

Das erste ist von Reinhold Messner. Bei einem Vortrag zu seiner Himalaya-Expedition und anderen seiner Erfolge sagte er den Spruch:

Wer es nicht probiert, der kann noch nicht mal scheitern.“

Seither ist es einer meiner Leitsätze. Immer wenn ich es höre oder lese, löst es eine Gänsehaut aus und motiviert mich Dinge zu tun, statt mich von irgendwelchen Glaubenssätzen oder anderen Hürden abhalten zu lassen. Es hat einen starken emotionalen und psychologischen Effekt auf mich.

Ein anderes wichtiges Zitat für mich stammt von Tony Robbins:

„If you‘re frustrated, you’re right before a breakthrough.“

Dieses Zitat ist so wertvoll für mich, weil ich es genau so schon oft für mich erlebt habe. Die Energie, die durch Frustration entsteht, hat bei mir schon sehr oft zum Durchbruch geführt.

Welche Zitate geben Ihnen die nötige Extraportion Motivation? Und was ist die Geschichte dahinter?

Blicken Sie über den Tellerrand

Experten werden oft als Fachidioten hingestellt. Und sind wir doch mal ehrlich: Oft auch zu Recht. Da kommt der externe Fachmann für Unternehmenskommunikation mit umfangreichem Wissen ins Meeting, um sein Konzept vorzustellen – aber braucht dann zunächst Hilfe dabei, seinen Laptop an den Beamer anzuschließen.

Das ist nicht schlimm, schließlich werden Experten gerade wegen ihrer sehr speziellen Fachkenntnisse eingestellt. Aber ich bin ein großer Fan davon, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und mich mit anderen Themen zu beschäftigen.

Offensichtlich nützliche Skills

Dem Kommunikationsexperten in meinem Beispiel fehlen allem Anschein nach elementare IT-Kenntnisse. Die braucht er für sein Fachgebiet zwar nicht unbedingt, aber eventuell würden ihm einige Dinge leichter von der Hand gehen, wenn er sich darin besser auskennen würde. Außerdem wirkt es in wichtigen Treffen schnell unprofessionell, wenn man elementare Fähigkeiten nicht beherrscht.

Viele Fähigkeiten sind für das eigene Fach nicht direkt relevant, helfen aber in vielen Situationen. Soziale und rhetorische Skills stärken das Auftreten, helfen beim Überzeugen und verbessern das Networking. IT-Skills erleichtern den täglichen Umgang mit Medien und elektronischen Geräten. Schreiben zu lernen, ermöglicht einem, einen Blog zu füllen und verständlich per Mail zu kommunizieren.

Alles hängt zusammen

Neben diesen Soft Skills nützt es aber auch viel, sich mit Dingen zu beschäftigen, die überhaupt keinen direkten Bezug zum eigenen Fach haben. Lernen Sie doch zum Beispiel einfach mal ein wenig über Architektur. Oder über das Finanzwesen. Oder Wissenschaftstheorie.

Beschäftigung mit anderen Themen hilft Ihnen dabei, aus den Denkmustern Ihrer Branche auszubrechen. Immer wieder kommt es dabei zu Momenten, in denen man plötzlich denkt: Ha, das lässt sich ja wunderbar auf meine Arbeit übertragen.

Probieren Sie es einmal aus: Regen Sie Ihre Kreativität an, indem Sie sich mit anderen Themen beschäftigen und versuchen Parallelen zu ziehen.

Auch Freizeit gehört zur Marke “ICH”

Vor ein paar Wochen hatte ich das große Vergnügen Tobias Beck live auf der Bühne zu sehen. Und weil ich bei solchen Vorträgen immer versuche, auch für meine eigene Bühnenpräsenz zu lernen, habe ich genau aufgepasst, wie er seine Geschichten erzählt und das Publikum fesselt.

Und wie bei allen großen Rednern habe ich mal wieder gemerkt: Je persönlicher der Vortrag wird, desto gespannter hören die Menschen zu.

Viele scheuen sich davor, von ihrem Privatleben und ihren Freizeit-Leidenschaften zu erzählen. Dabei kann man gerade durch diese Geschichten viel Glaubwürdigkeit erzeugen und Bindung zum Publikum herstellen. Egal ob auf der großen Bühne oder beim Smalltalk auf dem Networking-Treffen.

Zeigen Sie, wer Sie sind

Hobbys gehören nicht auf professionelle Lebensläufe. Wenn ich einen dieser generischen Lebensläfue sehe, bei denen ganz unten steht, zu den Hobbys gehören „Sport, Lesen und mich mit Freunden treffen“, könnte ich jedes Mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Dabei können Hobbys tatsächlich ein Überzeugungskriterium sein – wenn man sie richtig nutzt. Ich stelle auf meiner persönlichen Website meine Trails vor: Das Laufen, das Weitwandern und das Gleitschirmfliegen. Das sind alles Hobbys, die erstmal nichts mit dem Projektmanagement zu tun haben.

Aber sie präsentieren mich als Mensch. Und eine der wichtigsten Regeln für den Aufbau der persönlichen Marke ist: Vergessen Sie nie, dass Sie Mensch sind.

Kunden identifizieren sich nicht mit Ihnen, wenn Sie nur in Ihrem Beruf wahrgenommen werden. Zeigen Sie, dass sie auch ein Leben abseits des Schreibtisches führen.

Neue Ideen entstehen

Ich glaube, wenn ich nicht regelmäßig laufen gehen würde, wäre mein Personal Brand Blog ziemlich leer. Das hat gleich zwei Gründe:

Zum Einen nutze ich die Zeit während ich laufe, um Ideen zu sammeln und auf ein Diktiergerät aufzunehmen, damit ich sie später zu Artikeln verarbeiten kann.

Zum Anderen, benutze ich das Laufen häufig in den Artikeln selbst, um meine Ideen und Impulse zu veranschaulichen  und eine Geschichte dazu zu erzählen. Denn Erfahrungen aus den Hobbys lassen sich oft auf den Beruf übertragen.

Versuchen Sie es doch auch einmal!

Wie man Erfolg misst

Zahlen sind langweilig. Erst neulich musste ich mir wieder eine Präsentation anhören, deren Folien vermutlich mehr Ziffern als Buchstaben enthalten haben. Entsprechend waren ich und der Rest des Publikums ständig am Gähnen.

Aber so unnötig Zahlen in Vorträgen meistens sind, so wichtig sind sie für die Entwicklung Ihrer persönlichen Marke. Wenn Sie regelmäßig in meinem Blog lesen, kennen Sie ja schon einen meiner Lieblingssprüche:

Ausprobieren, messen, anpassen!

Heute geht es um die mittlere dieser Tätigkeiten – und dafür brauchen Sie Zahlen.

Kennzahlen für Ihre Marke

Sie wollen Ihre Marke ausbauen und zum Erfolg führen? Dann müssen Sie auch festlegen, wie Sie den Erfolg Ihrer Marke und einzelner Maßnahmen messen und analysieren. Dafür sollten Sie schon im Voraus wichtige Kennzahlen definieren, konkrete Ziele festlegen und Ihren Fortschritt messen.

Was Sie als Kennzahlen benutzen, überlasse ich Ihnen, denn es hängt sehr davon ab, was Ihnen wichtig ist und wie Sie sich entwickeln wollen.

Übliche Kennzahlen, die ich auch regelmäßig überprüfe, sind:

  • Die Anzahl an Auftragsanfragen pro Monat

  • Die Anzahl an Kunden und Stammkunden

  • Ihre Anzahl an Kontakten/Followern bei Xing, Facebook, Twitter

  • Die monatliche Besucherzahl auf Ihrer Website oder auf Ihren verschiedenen Profilen

  • Die Anzahl an Subscribern auf Ihrer E-Mail-Liste

  • Vorträge, die Sie in einem Jahr halten

  • Und schließlich sind die Einnahmen natürlich noch eine wichtige Kennzahl

Wo stehen Sie aktuell?

Vor meinen Workshops fordere ich von allen Teilnehmern eine ausführliche Standortbestimmung. Dazu gehört, wichtige Kennzahlen zu messen und festzuhalten. Die Zahlen geben einen Eindruck von der aktuellen Situation und dienen als Referenz, um zu einem späteren Zeitpunkt den Fortschritt zu sehen.

Machen Sie das doch auch: Notieren Sie sich Kennzahlen, die Sie für wichtig halten, und messen Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Fortschritt.

Wie klingt Ihre Marke?

Wenn ich Vorträge halte oder Texte schreibe, achte ich darauf, eine dynamische Sprache zu benutzen. Denn ich will Energie vermitteln. Anregen.

Dieser Stil passt zu mir und meiner Marke.

So zu sprechen fühlt sich für mich natürlich an und ich musste es nicht groß üben. Trotzdem denke ich immer wieder darüber nach, wie ich es noch besser und passender machen kann. Zum Beispiel jetzt gerade, wo ich mit den Aufnahmen für mein Hörbuch beschäftigt bin.

Jede gute und durchdachte Marke hat eine geplante Tonalität: Einen besonderen Stil, der jede Art von Sprache betrifft.

Tonalität ist nicht nur Verpackung

Viele denken, bei der Tonalität gehe es nur um guten Stil und darum, Emotionen zu vermitteln oder Inhalte unterhaltsam darzustellen. Das ist alles wahr, aber die Tonalität macht noch viel mehr.

Mit der Tonalität teilen Sie dem Publikum oder den Lesern viel über Ihre Marke mit. Sind Ihre Texte lustig und Ihre Reden immer sehr pointiert? Dann überträgt sich dieser Eindruck auf Ihre Marke. Wenn Sie eher trocken schreiben, werden Sie dagegen als seriös oder sogar als langweilig wahrgenommen.

Auch auf Ihre Zielgruppe wirkt sich die Tonalität aus. Benutzen Sie Fachausdrücke, die eine bestimmte Berufsgruppe ansprechen? Oder vielleicht Ausdrücke aus der Jugendsprache oder aus einem bestimmten Dialekt? Sie können durch einen geschickten Einsatz von Tonalität bestimmte Gruppen noch gezielter ansprechen – und andere ausschließen.

Tonalität ist kein Fake

Ich empfehle Ihnen, die Tonalität Ihrer Marke zu planen und die wichtigsten Eckpunkte zu konzeptionieren. Besonders hilfreich ist das, wenn Sie nicht alleine, sondern mit einem Team arbeiten.

Aber Sie ahnen wahrscheinlich schon, was jetzt kommt: Ich rate Ihnen auch, sich selbst treu zu bleiben. Seien Sie echt. Versuchen Sie nicht, eine neue Tonalität zu erfinden. Machen Sie sich nicht unglaubwürdig.

Überlegen Sie, wie Ihre Marke gerade klingt und was natürlich für Sie ist. Danach können Sie kleine Dinge ändern, weglassen oder hinzufügen.

Dann mach es doch selbst!

Ich habe hier im Blog vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass es sich für Selbstständige oft lohnt, Aufgaben outzusourcen und nicht alles selbst zu machen. Heute bin ich mal so frei und widerspreche mir selbst. Denn manchmal sollte man die Dinge auch einfach selber machen.

Selbstständig mit Stil

Am vergangenen Wochenende war ich mit Mikko Manilla wandern. Und ich war mal wieder beeindruckt davon, wie authentisch der Mann hinter den beliebten Stattys ist. Da gibt es kein lautes und aufdringliches Marketing, keine eingeübten Pitches und Werbephrasen. Man merkt: Was er sagt, das meint er auch so. Da ist es auch egal, wenn nicht jedes Video eine Hochglanzproduktion ist. Sein unauffälliges Marketing funktioniert. Alles passt zu ihm und seinem besonderen Stil. Wenn Sie Aufgaben wie Werbung, Vertrieb, Texte oder Videos von anderen Anbietern erledigen lassen, geht dabei etwas von Ihrem persönlichen Stil verloren. Und damit auch ein wenig der besonderen Wirkung, die von Ihnen als Persönlichkeit ausgeht.

Wieder mal was Neues gelernt

Wer die Dinge selbst erledigt, hat zunächst meistens keine Ahnung davon. Wenn man sich in der Freizeit nicht sowieso schon mit Grafikdesign beschäftigt hat, weiß man nicht, wie man eine Website gestalten soll. Wenn man nie etwas schreibt, ist ein Artikel eine echte Herausforderung. Will man etwas selbst machen, muss man die entsprechende Fähigkeit lernen und üben – und hat damit die Liste der eigenen Kompetenzen erweitert. Und über neue Skills freuen wir uns doch immer.

Die Mischung macht’s

Auch wenn ich hier dagegen argumentiert habe, was ich im Artikel zum Outsourcing geschrieben habe, gilt weiterhin: Alles selbst zu machen, ist beinahe unmöglich.
Sie müssen für sich die richtige Balance finden: Was möchten Sie selbst machen? Was ist wichtig für Ihren Stil? Wo lassen Sie besser Experten ran?

Auch hier gilt mal wieder: Ausprobieren, analysieren und dann anpassen.

Ändern Sie Ihre Gewohnheiten und machen Sie mehr aus Ihrer Zeit

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass die Tage einfach zu kurz sind, um alles zu erledigen, was Sie vorhaben? Die Zeit zwischen Aufstehen und Schlafengehen vergeht wie im Flug und am Ende des Tages denken Sie: „Was habe ich heute eigentlich geschafft?“

Da kann es helfen, mal ganz genau darauf zu achten, wie Ihr Tagesablauf aussieht. Dann merken Sie vielleicht: Einen nicht zu verachtenden Teil Ihrer Zeit verbringen Sie mit Gewohnheiten, die dem Tag keinen Mehrwert geben.

Was machen Sie zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen? Wie und wie lange machen Sie bei der Arbeit Pausen? Welche Gewohnheiten beim Arbeiten schränken Ihre Produktivität ein?

Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich von anderen dadurch, dass Sie aktiv die Kontrolle über Ihre Gewohnheiten übernehmen: Sie planen Ihre Tagesabläufe und gewöhnen sich gezielt Tätigkeiten ab, die Sie in Ihrem Erfolg bremsen.

Auch kleine Gewohnheiten machen viel aus

Viele tappen in eine gemeine Falle: Schlechte Angewohnheiten nehmen oft nicht viel Zeit ein. Was ist schon eine halbe Stunde vor dem Fernseher? Daran liegt es doch bestimmt nicht, dass Ziele nicht erreicht werden.

Aber jetzt rechnen wir die halbe Stunde am Tag mal auf einen Monat oder ein Jahr hoch. Im Jahr sind es 178 Stunden. Und jetzt überlegen Sie mal, was Sie in 178 zusätzlichen Stunden alles hätten schaffen können. In der Zeit können Sie problemlos eine Sprache lernen, einen Blog mit wöchentlichen Artikeln führen oder ein neues Produkt entwickeln.

Auch in meinem Artikel über den Compound-Effekt habe ich schon über den großen Effekt von Gewohnheiten gesprochen.

Es ist übrigens gar nicht so schwer, die Gewohnheiten umzustellen. Es sind nur drei Schritte:

  1. Finden Sie schlechte Angewohnheiten in Ihrem Alltag.

  2. Überlegen Sie sich, was Sie stattdessen machen wollen.

  3. Setzen Sie sich ein Ziel, das Sie mit der neuen Gewohnheit erreichen wollen.

Danach müssen sie sich nur noch diszipliniert daran halten. In den ersten Tagen wird Ihr innerer Schweinehund Sie quälen, aber sobald sich der Erfolg der neuen Gewohnheiten zeigt, werden Sie auch die Motivation haben, um weiter zu machen.

Was würde Steve Jobs tun?

Man kommt leider nicht daran vorbei: Ständig muss man Entscheidungen treffen. Wie teuer verkaufe ich das Produkt? Trage ich zum Gespräch mit dem großen Kunden eine Jeans? Stelle ich neue Mitarbeiter ein und versuche, das Unternehmen noch weiter zu skalieren?

Solche Entscheidungen sind nicht leicht und ich persönlich bin jedes Mal froh, wenn mir Freunde und Kollegen beratend zur Seite stehen. Oft reicht es ja sogar aus, einer anderen Person vom aktuellen Problem zu erzählen – und während man erzählt spürt man schon, welche Lösung am besten passt.

Natürlich stecken in meinem Methodenkoffer, wie es sich für einen Projekt-Manager und Coach gehört, viele Tricks, mit denen man zur Entscheidungsfindung beitragen kann. Hier stelle ich eine meiner Lieblingsmethoden vor.

Fragen Sie doch Ihr Idol

Haben Sie ein oder mehrere Vorbilder? Oder zumindest Personen zu denen Sie aufsehen und deren Werken und Wirken Sie aufmerksam verfolgen? Verehren Sie Richard Branson, Steve Jobs oder Bill Gates?

Wenn ich mit einer Entscheidung nicht weiter weiß oder wenn ich neue Ideen brauche, versuche ich mich in eine dieser oder anderer Persönlichkeiten zu versetzen und frage mich: Was würde sie tun?

Ich nehme so gut wie möglich die Perspektive dieser Personen oder Marken ein, adaptiere ihre Denkweise, ihr Wertesystem und ihre Philosophie und versuche, sie für mich anzuwenden.

Damit das funktioniert, muss ich genug über diese Idole wissen. Ohne eine einzige Biografie gelesen zu haben, geht es nicht. Außerdem hilft es, ihre Tätigkeiten und Entscheidungen in den Medien zu verfolgen. Aber bei den eigenen Vorbildern machen Sie das ja bestimmt sowieso.

Wenn Sie es schaffen, die fremde Perspektive einzunehmen, fällt es Ihnen hoffentlich leichter eine Entscheidung zu finden. Da Sie damit aus Ihren üblichen Denkmustern ausbrechen, kommen Sie vielleicht sogar auf ganz andere Lösungen und neue kreative Ideen.

Natürlich hat diese Methode keine Erfolgsgarantie. Aber wenn sie nicht hilft, können Sie immer noch versuchen, Ihr Idol in einer persönlichen Mail einfach selbst zu fragen.

Photo by Volgar on Flickr.com

Content, Content, Content

Sie verkaufen ein gutes Produkt oder bieten einen guten Service? Sie sind sich sicher, die Zielgruppe wartet nur auf Sie? Sie wollen jetzt richtig durchstarten?

Dann heißt es jetzt: Content produzieren. Denn es ist fast egal, wie Sie Marketing betreiben wollen, für beinahe jede der modernen Methoden brauchen Sie Content. Das gilt im Internet mit Blog, YouTube, Social Media oder eBook genauso wie offline, wo Sie Vorträge halten oder Workshops anbieten.

Meine drei Tipps helfen Ihnen dabei, diese Inhalte zu erstellen.

Tipp 1: Recyceln Sie alles

Content zu produzieren, ist ein großer Aufwand. Aber das Gute ist: Wenn die Inhalte einmal produziert sind, können Sie sie immer wieder nutzen. Sie führen einen Blog und haben schon 50 Artikel zusammen? Dann haben Sie auch genug Material, um daraus ein Buch zu machen. Oder einen YouTube-Kanal. Oder Sie halten Vorträge auf Basis der Artikel.

Ihnen kommt es vielleicht seltsam oder langweilig vor, wenn Sie immer das Gleiche behandeln. Aber der Großteil Ihres Publikums hört oder liest die Inhalte trotzdem nur einmal. Und Sie können ja jedes Mal eine kleine Neuheit einführen, damit Ihnen nicht langweilig wird.

Tipp 2: Veranstalten Sie Content-Tage

Für mich hat es sich immer wieder bewiesen: Am effektivsten produziere ich Inhalte, wenn ich mich für ein paar Tage nur darauf konzentriere. Durch den Fokus über einen oder mehrere Tage hinweg bleiben Sie am Thema dran und müssen nicht ständig die Fäden neu aufnehmen.

Probieren Sie es einmal aus. Sie werden staunen, wie viel Inhalt an einem Tag entsteht, wenn man nichts anderes tut.

Tipp 3: Werden Sie spezifisch

Inhalt ist vor allem dann wertvoll, wenn das Thema sonst nirgends behandelt wird. Das ist eine Herausforderung, denn im Internet findet man zu fast allem schon irgendetwas. Um trotzdem etwas Einzigartiges zu machen, müssen Sie eine kleine Nische finden.

Grenzen Sie Ihr Thema so weit ein, wie Sie können. So lange, bis Sie der einzige Experte dafür sind.

 

Photo by depone from Flickr.com

Fremdbild

Mit anderen Augen sehen

Vor meinen Workshops zur Personal Brand Mastery bekommen alle meine Teilnehmer Hausaufgaben: Sie sollen mit verschiedenen Tests untersuchen, wie es im Moment um ihre Marke steht. In einer dieser Aufgaben sollen sie ein Selbstbild und ein Fremdbild erstellen und diese vergleichen. Dabei kommen wirklich spannende Dinge heraus. Ein Teilnehmer fiel aus allen Wolken, als er merkte, dass praktisch alle Kunden ihn für einen guten Redner hielten – er selbst das aber für eine seiner größten Schwächen hielt.

Natürlich findet man aber nicht nur positive Abweichungen. Das Fremdbild zeigt einem auch gnadenlos die Bereiche, in denen man sich selbst überschätzt. Auf jeden Fall gewinnt man dabei viele Erkenntnisse, aus denen man Maßnahmen für die Zukunft ableiten kann. Deshalb empfehle ich jedem Selbstständigen, ein Fremdbild einzuholen.

Tipps für ein ehrliches Fremdbild

Ein ehrliches Fremdbild einzuholen, ist nicht immer einfach. Viele schrecken zunächst davor zurück, ihre ehrliche Meinung zu sagen. Besonders Menschen, die Ihnen sehr nahe stehen müssen Sie überzeugen, dass Ihnen nur eine ehrliche Meinung weiterhilft.

Hier habe ich noch ein paar nützliche Tipps für Sie:

  • Holen Sie sich viele Meinungen. Ich empfehle, fünf bis zehn Personen zu befragen.
  • Fragen Sie Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Ihres Lebens. Kunden, Geschäftspartner, Freunde, Mentoren. Sie alle haben einen etwas unterschiedlichen Blick auf Sie.
  • Geben Sie ein paar Fragen vor. Erkunden Sie sich direkt nach Ihren Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Oder auch nach konkretem Input, zum Beispiel nach der Meinung zu Ihrer Website.
  • Nehmen Sie das Feedback ernst und setzen Sie sich damit auseinander! Die Antworten nützen nichts, wenn sie in einem vergessenen Stapel auf Ihrem Schreibtisch landen.

 

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